Die beste GEWA aller Zeiten
Diesen Freitag Nachmittag war es wieder so weit. Die Gewerbeausstellung in Turbenthal wurde feierlich eröffnet. 65 Aussteller zeigen ihr Können während drei Tagen im Gmeiwerch.
Zum 50 Jährigen Jubiläum der GEWA in Turbenthal hat der Gewerbeverein in einige Extra Aufwände Investiert, die sich gelohnt haben. Zum einen wurde im Vorfeld das ganze OK verjüngt. Der Übergang verlief reibungslos und professionell, schon beim Aufbau in der Woche vor der Ausstellung bemerkt man, dass hier Profis am Werk sind. Der neue OK Präsident Sandro Carnazza hat mit seinem Team in unzähligen Frondienststunden das Ausstellungskonzept modernisiert und frischen Wind in die GEWA gebracht. Der frische Wind wurde gleichermassen von den Besuchern und von den Ausstellern lobend bemerkt. Zum ersten mal konnte die Reithalle beheizt werden, was vor allem in den kühleren Abendstunden für ein angenehmes Klima sorgte.
Sandro Carnazza ergriff als erster das Wort bei der kleinen Eröffnungsfeier. Für ihn ist es die erste GEWA als OK Präsident, er wird die GEWA in die Zukunft führen. Carnazza blickt ein wenig zurück in der Geschichte und verdankt seine langjährigen Vorgänger Georg Brunner und Roland Kessler, ohne sie wäre die GEWA nicht das was sie heute ist.
Gemeindepräsident René Gubler zog seinen Hut vor den Gewerbetreibenden die sich hier so intensiv engagiert haben. Für ihn ist das lokale Gewerbe das Rückgrat der Wirtschaft. Daniela Waser, von der Standortförderung Zürcher Oberland, betont in ihrer Rede, dass so eine Ausstellung in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist. Nur gemeinsame Ziele schaffen eine Verbindung und zeigen was die Region auszeichnet.
Schnell füllen sich nach der Eröffnungszeremonie die Gänge in der Reithalle und im neuen Aussenzelt. Das Angebot ist breit, der Besucherstrom nimmt stetig zu. Ein konstanter Geräuschpegel von ratternden Glücksrädern, zischenden Getränkeflaschen und angeregten Gesprächen erfüllt das ganze Ausstellungsgelände.
Auch das Rahmenprogramm hat an Unterhaltung einiges zu bieten. Besonders herausgestochen ist dieses Jahr der Festgottesdienst am Sonntag Morgen. Im Vollbesetzten Festzelt sieht es mehr nach einer Werkstatt als nach einer feierlichen Messe aus. Hinter einer Schutzwand aus Acrylglas steht ein Holzblock, zehn Motorsägen und anderes Werkzeug liegen bereit. Als Tischdekoration dienen Gehörschutzstöpsel. Die Bibelworte werden heute nicht untermalt, sie werden untersägt. Erklären Claudia und Ruedi Kündig aus Bichelsee. Während Ruedi Kündig eine Geschichte aus der Bibel rezitiert, sägt Claudia eine Tierfigur aus dem Holzblock. Es ist laut, was die Anwesenden zu höchster Konzentration beim Zuhören animiert. Ein Gottesdienst der allen noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Die fertige Figur kann im Chilepark in Turbenthal besichtigt werden.
Im Gedächtnis bleibt auch diese Jubiläums GEWA. Für die Gewerbetreibenden bedeutet das immer einen extra Effort der gerne geleistet wird. Am Sonntag Abend merkt man Sandro Carnazza ein wenig die Müdigkeit an, wie die meisten Aussteller hat er jetzt drei Tage Ausstellungsbetrieb in den Beinen. Er ist dankbar, dass im grossen und ganzen alles reibungslos funktioniert hat und windet seinem OK ein Kränzchen. Besonders freut ihn eine Rückmeldung von Besuchern aus Winterthur: „Die offene und kreative Standgestaltung macht diese Ausstellung zu einem besonderen Erlebnis.“
20.04.2026/Gu