Tag der offenen Tür in der Schule Laupen
Nachdem auch die letzten Bäume gepflanzt sind, wurde diesen Samstag die neue Schulanlage in Laupen der Bevölkerung vorgestellt.
Die Architektur ist geradlinig und funktional, Innen wie aussen wurden grosszügige Raumverhältnisse geschaffen. Eine Spannende und intensive Zeit, die 2018 mit dem Projektwettbewerb begann, ging diesen Samstag zu Ende. Das Siegerprojekt der BUR Architekt*innen AG aus Zürich wurde mit der Pflanzung eines Birnbaums erfolgreich abgeschlossen.
Gemeindepräsident Ernst Kocher nimmt selber die Schaufel in die Hand, man sieht auf den ersten Blick, er ist ein Praktiker. Während er und das Projekt-Team gemeinsam den Birnbaum (ein Geschenk vom Architekturbüro) einpflanzen, erzählt er von einer herausfordernden aber spannenden Bauzeit.
Genau in dem Moment als die ersten Stahllieferungen anstanden explodierten die Preise, wegen dem immer noch andauernden Konflikt in der Ukraine. 13.5% in der ersten Phase und 14.5% in der zweiten Phase pro Tonne Stahl. Das scheint auf den ersten Blick überschaubar, bei einem Bedarf von 430 Tonnen Armierungsstahl kann das aber schon mal für schlaflose Nächte bei den Finanz Verantwortlichen führen. Dank geschickter Verhandlungen wird aber das Gesamtbudget von knapp 30 Millionen eingehalten und das ohne Abstriche an der Qualität.
Die Bauten auf dem Areal sind grosszügig angelegt. Kernstück ist die Turnhalle die als Verbindung der Trakte C und D quasi das Fundament bildet. Beton wurde an allen Stellen verwendet die mit dem Erdreich verbunden sind und rund um den Pausenplatz. Dort soll die Abnutzung durch Spielbälle und andere Aktivitäten an der Fassade auf ein Minimum reduziert werden. Die Obergeschosse sind in einem lichtdurchfluteten Holzbau ausgeführt. Unsichtbar für den Betrachter wurden auf allen Dächern Solarzellen installiert. Die Anlage produziert 230 kW bei voller Auslastung.
Der frisch gesetzte Birnbaum ist übrigens der einzige Obstbaum auf dem ganzen Areal. Die stachligen Insekten sollen nicht auf den Pausenplatz gelockt werden. Bis dann aber wirklich schuleigene Birnen für die Pause geerntet werden können, dürfte noch einige Zeit vergehen.
12.04.2026/Gu